Magenspiegelung (HD-Video – Oesophago-Gastro-Duodenoskopie)

Zur exakten Diagnosestellung oder als Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung noch verborgener Erkrankungen des oberen Magen-Darm-Traktes ist diese Methode in ihrer Aussagekraft durch keine andere zu ersetzen. Sie wird angewendet bei Sodbrennen, Schluckbeschwerden, wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden (Verdacht auf Magenschleimhautentzündung oder Geschwür) oder bei Blutarmut (Anämie) bzw. Blutungen.

Untersuchungstechnik:
Das Gastroskop ist ein flexibler Geräteschlauch, in den ein optisches System, eine Spül- und Absaugfunktion sowie ein Arbeitskanal für Instrumente integriert sind. Das Video-Endoskop nimmt das Bild über die Kamera sowie einen Computerchip in der Gerätespitze auf. Um das Einführen des Endoskops angenehmer zu gestalten, wird mit einem Spray lokal der Rachen betäubt. Auf Wunsch ist auch eine kurz wirkende Beruhigungs-/Schlafspritze möglich, so dass die gesamte Untersuchung verschlafen werden kann. In Linksseitenlage wird dann das Endoskop durch einen Zahnschutz in den Mund eingeführt und anschließend weiter durch die Speiseröhre in den Magen sowie Zwölffingerdarm vorgeschoben. Durch Luftzufuhr wird der Magen entfaltet. Neben der optischen Beurteilung kann durch die gleichzeitig mögliche schmerzlose Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) die Diagnostik entscheidend optimiert werden.

Verhalten am Untersuchungstag:
Bitte essen und trinken Sie bis zwölf Stunden vor der Untersuchung nichts, erlaubt ist bis zwei Stunden vor der Untersuchung klares Wasser. Auch nach der Untersuchung sollten Sie nach vorheriger örtlicher Betäubung Ihres Rachens mit einem Spray erst wieder etwas trinken oder essen, wenn die Wirkung der Betäubung nachgelassen hat (ca. 20 bis 30 Minuten). Wenn Sie eine Beruhigungs-/Schlafspritze erhalten haben, ist Ihre Reaktionsfähigkeit eingeschränkt und Sie dürfen innerhalb der folgenden 24 Stunden nicht mehr selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen und auch keine Maschinen bedienen. Falls Sie blutverdünnende Medikamente wie Marcumar einnehmen, können diese meistens nach Rücksprache mit uns beibehalten werden. Wenn bei Ihnen ein Herzklappenfehler bekannt ist, müssen Sie eventuell vor der Untersuchung ein Antibiotikum einnehmen (Endokarditisprophylaxe), auch hier bitte ist Rücksprache erbeten.

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